Homerun

//Homerun

Lass´ uns nach Hause gehen. Nein, lass´ uns laufen.

Wenn man Freunde bei genau diesen Freunden besucht hat, steht man im Anschluss einer natürliche Distanz namens Heimweg gegenüber. Mit ein klein wenig Organisation lässt sich diese für einen effektiven Trainingslauf nutzen. Effektiv deshalb, weil man keine andere Wahl hat, als von A nach B zu gelangen. Denn dort gibt es im besten Fall eine warme Dusche, etwas zu essen, zu trinken, vielleicht sogar eine warme Bude und ein Sofa. Motivation now begins.

In diesem konkreten Fall, heute, war die Distanz zwischen A und B relativ exakt 3 Halbmarathons lang. Ein Halbmarathon ist überschaubar, also belastet man seinen Kopf lieber nicht mit den Zahlen der kompletten Strecke. Einen nach dem anderen.

In den letzten Tagen hat es viel geregnet, die Wege erinnern an frisch gefüllte Wassernäpfe.

Ich habe die richtige Schuhwahl für diesen Trip gewählt. Sie nehmen kaum Wasser auf, sodass sie nach wenigen Kilometern wieder trocken sind. Außerdem ist deren ausgezeichneter Grip der Feind schlechthin für die anstehenden schlammig-rutschigen Passagen.

Den Homerun habe ich mir von Outdooractive ausrechnen lassen und nahezu kritiklos übernommen. Viele Wege sind involviert, die ich noch nicht kenne und das soll sich ändern.

Ein Blick zurück.

Nach vorne wird´s eng. Das schweisst zusammen.

Eine seltener Moment, wenn man realisiert, nicht alleine zu sein.

“Sind wir endlich da?” Naja, erweiterter Endspurt, nur noch 50 Kilometer. Circa.

Nebel zieht auf.

Die Sonne zieht nach unten.

Wir erklimmen die höchsten Regionen der Region.

Es wird kühl und meine Schildmütze schützt vor kalten Ohren nicht. Mein Laufrucksack jedoch enthält passende Alternativen.

Tolle Idee: Wenn Dir die Ohrwürmer ausgegangen sind – hier gibt´s Nachschub.

Für die restlichen Stunden wird´s finster.

Sind wir richtig? Naja, muss ja.

Vor uns liegt eine nicht gänzlich vertrauenserregende “Brücke”.

No risk, no fun!

“Gott schütze unsere Sturen” habe ich erstmal gelesen und mich gewundert, dass hier, zum Abschluss unserer Tour, der Rasse des Sibirischen Huskys gehuldigt wird.

Gut 7 Stunden später. Wir haben fertig. Jetzt erstmal ein wärmendes Hummus-Chili-Brötchen oder zwei. Danke für die Aufmerksamkeit.

By |2016-11-20T23:44:54+00:00 20. November 2016|Berichte|0 Comments

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