Hundeläufer, Folge 1: Die Ulmer Laufnacht vom 17. bis 18. Juni 2016

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Der große Laufveranstaltungs-Check für Läufer mit Hund!

In unregelmäßigen Abständen werden wir in dieser neuen Rubrik Lauf-Veranstaltungen kritisch unter Pfoten und Lupe nehmen.

Welcher 5-km-Lauf, welcher Landschaftslauf, welcher Marathon und welcher Ultra-Trail sind für Läufer, die gerne mit Hund unterwegs sind, besonders gut geeignet? Mit diesen Kriterien schnüren wir unsere Laufschuhe und machen uns auf den Weg.

Letztes Wochenende waren wir in Ulm und um Ulm herum unterwegs…

Die Ulmer Laufnacht im Überblick


 

Der schwäbische Ultra im neuen Gewand:
Ulmer Laufnacht vom 17. bis 18. Juni 2016.

Die Nacht ist nicht allein zum schlafen da und manchmal muss man seinem Biorhythmus zeigen, wer der Chef ist.

Ich bin davon überzeugt, dass bei Hund und Mensch im ganz tief Inneren, irgendwo in der Wirrnis der Gene, die Information dafür steckt, dass man auch mal eine Nacht auslassen oder schlaftechnisch kürzer treten lassen kann. Wenn unsere Vorfahren auf der Jagd oder auf der Flucht waren, dann konnten sie ja auch nicht einfach sagen: “Schluss, es ist 21 Uhr, wir flüchten morgen früh weiter!”

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Ein weiterer Vorteil von Nachtläufen ist die hundefreundliche Temperatur. Vor allem in den Sommermonaten ist es in der Nacht meist angenehm kühl.

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Kommen wir jetzt zum ersten Nachteil der Ulmer Laufnacht für Hundeläufer: Der Start findet auf einem Sportplatz statt …

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… und hier dröhnt kurz vor Startschuss (23 Uhr) nicht nur die Mucke – Dein Hund sollte AC/DC-resistent sein! – …

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… sondern es wird gleich neben der Startbahn ein Feuerwerk abgefackelt!

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Das wollt ihr Eurem Hund nicht antun? Okay, ich auch nicht, und darum gibt es jetzt von mir einen Plan B:

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Wir lassen die Hunde erstmal im Auto und parken in unmittelbarer Nähe der Strecke. Wenn man dann nach einigen 100 Metern am Fahrzeug vorbei joggt: Klappe auf, Hunde raus, Klappe wieder zu und weiter geht´s!

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Das kostet nicht viel Zeit. Und sind wir mal ehrlich: Was sind schon 2 Minuten auf 50 oder gar 100 Kilometer?

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Schnell finden wir wieder Anschluss ans Läuferfeld.

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Das LennyRacingTeam ist heute mit dem RonjaRacingTeam unterwegs.

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Alle 6 bis 10 Kilometer kommt eine Verpflegungsstelle. Diese sind meist sogar mit Wassernäpfen für die Hunde bestückt. Super Sache!

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Da es in den letzten Tagen aber viel geregnet hat sind auch die Bäche und Pfützen mit reichlich frischem Wasser gefüllt.

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Der Streckenverlauf führt uns durch hügelige Wälder und sogar mitten durch einen Steinbruch.

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Es dauert nicht lange und das Starterfeld hat sich so weit verteilt, dass man die einsame Ruhe genießen kann.

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An den Verpflegungsstellen sind die Leute sehr (hunde-)freundlich.

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Das nenn´ ich mal Service!

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Ich liebe den Geruch der Wälder und Felder in der sommerlichen Nacht. Wir haben mit dem Wetter großes Glück. Es gab in den letzten Jahren kaum einen trockenen Tag und jetzt lassen wir uns vom Beinah-Vollmond den Weg beleuchten.

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Die 50 Kilometer bestehen aus einer 30- und einer 20-Kilometer-Runde. Wenn Dein Hund also nach 30 Kilometer doch lieber das Glück in der Horizontalen sucht, dann kann man ihn ins Auto packen.

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Davon sind meine Beiden aber weit entfernt. Es ist 2.30 Uhr und die Nacht fühlt sich noch jung an.

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Im Wechselzonen-Zelt (für die Staffel-Läufer) gibt es ausreichend Verpflegung.

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Nach kurzer Stärkung machen wir uns auf die restlichen 20 Kilometer, welche erstmal höhenmeterlos auf einem schönen Waldweg verstreichen.

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Anschließend gibt es ein kurzes Stück Asphalt auf einer zu dieser Uhrzeit ansonsten unbenutzten Landstraße.

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Bei Kilometer 40 erreichen wir die letzte Verpflegungsstelle vor dem Ziel. Na, wenn das kein Anlass ist, von Wasser und Cola auf ein leckeres Bier umzusteigen.

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Zeit und Kilometer vergehen wie im Flug. Ich schätze, dass sich die Höhenmeter bei den 50 Kilometern auf etwa 700 summieren.

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Am Horizont wird es schon etwas heller und meine beiden Hunde sagen mir, dass so mancher Waldbewohner jetzt auch seine Runden dreht.

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Es ist immer wieder ein Genuss, wenn man eine Nacht laufend verbracht hat und so den neuen Tag begrüßt.

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Bei Kilometer 48 packt mich kurz der Ehrgeiz. Es ist genau 4 Uhr 51 Minuten und 40 Sekunden. Kann ich noch vor 5 Uhr und somit unter 6 Stunden ins Ziel kommen? Auf der Zielgeraden geben wir nochmal alles.

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Verdammt, das hat leider nicht geklappt. Naja, vielleicht klappt´s ja nächstes Jahr.

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Im Zelt treffen wir auf das Ultrapfoten-Team aus der Schweiz. Was für ein “Hallo”! Für die beiden ist jetzt erst Halbzeit, sie haben sich die 100 Kilometer heute vorgenommen. Respekt! Mir reichen heute die 50 völlig, da bin ich ausnahmsweise mal ganz bescheiden.

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Wobei, Kasimir hätte nochmal gegen ein bisschen Bewegung nichts einzuwenden.

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Und was sagt Melvin dazu? Ok, alles gut, war nur Spaß, wir bleiben bei 50.

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Fazit

Wer den Ulmer Nachtlauf noch von 2014 oder früher kennt, der musste eventuell die eine oder andere Träne verdrücken. Damals gab es noch eine große Runde um ganz Ulm herum und diese hatte wunderbare Strecken-Highlights. Das große Ulmer Stadion in der Halbzeit, die Napoleonrampe, die schöne Strecke entlang der Donau, der Verpflegungs-Stand mitten im Klosterhof, die Durchquerung des Truppenübungsplatzes, die XXL-Ultra-Bar in Jungingen, …

Jetzt wurde der Lauf, was den Streckenverlauf angeht, minimiert. Komprimiert. Er hat ein wenig an Reiz verloren, ist aber dennoch ein guter Kandidat für Läufer mit Hund.

Von mir bekommt die Ulmer Laufnacht 7 von 10 Ultrapfoten. 

Von der Veranstaltung wurde auch ein kleines Video gedreht:

Aufruf!

Seid ihr auch ab und an mit eurem Hund bei einer Laufveranstaltung am Start? Habt ihr davon Fotos gemacht? Oder plant ihr, demnächst irgendwo mitzulaufen?

Wollt ihr uns vielleicht eine ganz besonders hundefreundliche Laufveranstaltung empfehlen? Dann schreibt uns!


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By | 2016-10-25T20:07:55+00:00 20. Juni 2016|Berichte, Hundeläufer|0 Comments

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