Das Zugspitz-Dogtrekking ruft und alle schreien “Yeeaahh!”

//Das Zugspitz-Dogtrekking ruft und alle schreien “Yeeaahh!”

Das Zugspitz Dogtrekking vom Juli 2016 und kein Ende!

Nachdem uns Melanie schon so schön von ihren Erfahrungen auf der Bambini-Distanz (“Bambini” bei gut 20 km in alpinem Gelände bitte nicht allzu wörtlich nehmen) und Martina von der ganz langen Kante, den 67 Kilometern der Dogtrekking Gold-Edition berichtete, führt uns heute Steph auf die Mitteldistanz, den Doghike (knapp 40 Kilometer).

Viel Spaß!


Anreise zum höchsten Berg Deutschlands

Am Freitag war es wieder so weit. Das legendäre Zugspitz-Dogtrekking stand auf dem Programm. Kathrin und ich machten uns bereits Freitag Mittag auf den Weg nach Grainau, was eine schlaue Taktik war, da wir somit auf der Autobahn gut durchkamen und nicht wie andere stundenlang im Stau standen.

Gut gelaunt kamen wir am Campingplatz an, wo schon reger Betrieb herrschte. Schnell einen guten Platz auf der Zeltwiese gesucht, unser Familienzelt, die “Villa Kunterbunt”, und auch Kathrins Zelt aufgebaut.

Dann kam auch schon das Lenny Racing Team, um die Villa zu beziehen; dicht gefolgt von Annick, welche zwar unsere Villa nicht bezog, aber mir das Zugspitz Dogtrekking Set mitbrachte, damit ich auch gut ausgestattet bin, wenn wir uns über den Berg kämpfen.

Nach und nach trudelten immer mehr Verrückte ein, welche sich die zweite Auflage des Zugspitz-Dogtrekkings, die “Rückkehr der steilen Kante”, geben wollten.

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Um 19 Uhr gab´s von Bernd ein großes „Hallo“ und ein Briefing zum ZDT (Zugspitz-Dogtrekking). Die Regenfälle, welche oben am Berg zu Schneefällen wurden, sorgten diesmal ja für durchaus interessante Bedingungen, vor allem bei denen, die sich die 67-km-Runde geben wollten.

Die ersten Teilnehmer verzogen sich schon recht bald in ihre Zelte, um für einen frühen Start gegen Mitternacht fit zu sein. Ich ließ es gemütlicher angehen und trank lieber noch ein Glas Wein mit Freunden. Denn für uns war „erst“ um 02:30 Uhr Tagwache, da Kathrin und ich „nur“ den Doghike im Auge hatten. Der Rucksack war schon gepackt und somit war alles easy.

Nach ein paar Stunden Schlaf hieß es dann auch für uns „Gooooood moooooorning Grainau!“ und wir schälten uns aus dem Zelt.

Auf geht´s zum Zugspitz Dogtrekking 2016.

Schnell noch einen Kaffee getrunken (hier einen riesen Dank an Udo, der mir noch meinen Cafekocher in Betrieb gesetzt hat; ohne ihn hätte ich keinen Kaffee gehabt und jeder der mich kennt weiß, wie übel das ausgehen kann!) und dann kontrollierten wir doch noch mal unsere Rucksäcke…

Ich packe wieder aus

Da das Wetter gut werden sollte – trocken und je nach Uhrzeit des Starts zwischen 3 und 10 Grad – habe ich erst mal meine Regenjacke aus dem Rucksack genommen, was sich bereits kurze Zeit später als fataler Fehler erwies.

Mit der Regenjacke flog auch mein Windstopper raus, denn ich hatte ja eh schon einen an und wer braucht schon zwei Stück davon bei herrlichem Bergwetter? Auch dies erwies sich noch als dummer Fehler.

Da wir schon bei Fehlern sind, hab ich auch noch die Handschuhe aus dem Rucksack geworfen. Jedes Gramm zählt! Alles, was nicht wirklich gebraucht wird, bleibt im Zelt.

Wie dämlich das alles war erfuhr ich dann so nach und nach, als ich am Berg unterwegs war. Immerhin hatte ich eine ganze Batterie an Booties für die Hunde eingesteckt, was absolut richtig war, denn gebraucht wurden sie alle.

Es wird ernst

Ab zum Tisch, auf dem der Wecker stand und noch schnell ein Selfie gemacht. So funktioniert hier die unbemannte Zeitnahme! Dann rasch weiter zum Auto und die Hunde tourbereit machen.

Hanse war gerade dabei, IQ vorzubereiten und irgendwie dachte ich die ganze Zeit, daß uns noch was fehlt. Kathrin hatte den Geistesblitz, dass wir unsere Wasserflaschen auffüllen sollten.

Kurz vor 4 kamen auch wir beiden Blondinen endlich auf die Strecke.

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Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.

Im Dunklen ging es durch Grainau und Richtung Klamm. Wie durch ein Wunder haben wir Orientierungsgenies uns nicht verlaufen. Vermutlich lag das auch daran, dass die Hunde den Weg noch vom letzten Jahr kannten. Es ist durchaus praktisch, so schlaue Hunde haben.

Obwohl der Weg zu Klamm recht kurz ist, habe ich vor der Klamm, warum auch immer, die Pfoten der Hunde kontrolliert. Mica hatte bereits leicht die Pfoten offen. Nicht gut! Also Mica gebootet.

Schnell in die Klamm rein, die ja schon sehr beeindruckend ist, aber im Dunklen sieht man nicht viel davon. Man hört es. Gott sei Dank ist es unseren Hunden egal. Im Stechschritt ging es des Weges, das Wasser kam von allen Seiten, riesige Pfützen, in die ich ausnahmsweise nicht rein hüpfen wollte, teilweise jede Menge Wasser von oben. Durch den Regen gab es Mini-Wasserfälle.

Nicht lustig, weil mein Windstopper hält zwar bissl Wasser ab, aber nicht so viel.

Ich vermisse meine Regenjacke

Ich dachte an meine Regenjacke, die im Zelt lag. Wie kann man nur so doof sein und nach all dem Regen seine Regenjacke im Zelt lassen, wo man doch durch die Klamm muss?

Schnell raus aus der Klamm und weiter zur Hölltalanager Hütte. Gott – war mir kalt! Jacke nass, Schuhe nass und irgendwer sagte was von 5 Grad. Gefühlt eher weit drunter.

Bei Mica war eine weitere Pfotenkontrolle angesagt, die sagte „Endstation“. Die nasse Klamm hat alles aufgeweicht und die pfotenunfreundlichen Abschnitte kommen erst. Kathrin beschloss, mit Mica wieder auf den Campingplatz zu gehen. Eine weise Entscheidung, denn Kathrins Knie machte sich auch schnell bemerkbar.

Hier meinen herzlichen Dank an Markus, der nicht nur echt geniale Fotos macht, sondern auch Kathrin Gesellschaft geleistet hat beim Rückweg.

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Reih um werden die Hunde vor dem Aufstieg zu den Knapphäusern gebootet – eine kluge Entscheidung.

Bertl, den wir an der Hütte getroffen haben, und ich beschlossen, nun zusammen weiter zu gehen. Der Aufstieg zu den Knapphäusern bzw weiter zur Hupfleitenjoch ist für mich mental das schlimmste. Durch die Holzbalken in den Serpentinen ist es mir kaum möglich, einen flüssigen Schritt reinzubringen. Hingegen findet Geremy es lustig, die Kurven abzukürzen. Mit seinem Superallrad tangiert ihn dieser Streckenabschnitt nur peripher .

Bertl ging voraus und ich konnte hinten einfach „andocken“, meinen Kopf ausschalten und mich auf blöde Sprüche einlassen. Und siehe da, so schnell kann man am Hupfleitenjoch sein!

Hochalm und gefühlt schon fast in der Bockhütte

Oben noch paar Bilder geschossen, rumgealbert und dann fix runter zur Hochalm. Für meinen Bergab-Laufstil bekam ich nicht nur Gelächter, sondern auch eine gute B-Note. Immerhin.

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Treppen die nicht der DIN-Norm entsprechen, strapzieren nicht nur meine Waden.

Bei der Hochalm trafen wir Hanse und IQ, der nur lapidar meinte „Ich hab euch schon gackern gehört, bevor ich euch gesehen habe“. Ja es war sehr lustig.

Wir haben kurz Pause gemacht und beratschlagt wie es weiter geht. Ich wollte schnell wieder los, da mir auf Grund der nassen Kleidung doch sehr schnell kalt wurde. Sehr kalt sogar.  Hier möchte ich anmerken, dass ich meinen zweiten Windstopper sehr vermisst habe, aber wer Gewicht sparen will, der darf auch frieren – ich habe daraus gelernt.

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IQ meditiert sich durch die Pause.

Bertl geht, die Bernadeinwände kommen

Bertl hatte sich entschieden, ab Hochalm auf die Bambini umzuschwenken. Hanse und ich machten uns auf in den Bernardeinsteig.

Die Bernadeinwände fingen die Sonne auf und so ganz langsam wurde mir auch ein klein wenig warm. All die zig Höhenmeter, die wir bereits hinter uns hatten, durften wir nun wieder bergab laufen. Mit 2 Herdern bedarf es hierbei ein wenig Trittsicherheit und guten Humor. Aber wir hatten einen richtig guten Flow und es war unsagbar lustig.

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Kurz vor den ersten Schneefeldern geht es links in den Bernadeinsteig.

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IQ kann es kaum erwarten, zur Bockhütte zu kommen.

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Stellenweise wurden uns Steine in den Weg gelegt.

Bei der Bockhütte angekommen wurde es Zeit, etwas Warmes zu essen. Da saßen wir nun und es kam die Frage auf was wir jetzt tun sollten. Auf den Hike weiter oder doch auf den Dogtrek mit 67km umschwenken.

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Erbsensuppe mit Wurst für Steph und Power-Ente für die Hunde.

Wir warten auf die Eingebung

Wir waren fit und fanden es schade, dass wir quasi schon fast wieder am Zeltplatz zurück waren (Dogtrekker haben eine eigene Zeitrechung). Wir zückten die Karten und überlegten hin und her.

Den Hunden ging es super, die waren top fit und ich auch. Hanse ging es auch so weit gut, aber er war gesundheitlich ein wenig angeschlagen. Sollen wir oder sollen wir nicht. Wir warteten auf eine göttliche Eingebung, aber die kam nicht, dafür gab es Kaffee. Auch gut.

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Auch das Steinmännchen gab uns leider kein Zeichen …

Wir verlassen den Stachus

Wir entschieden uns dazu, es beim Hike zu belassen, denn wir würden in vollkommener Dunkelheit zur Zugspitze aufsteigen müssen. Zudem könnte ich keine Pause machen, da ich zu wenig warme Kleidung mithatte. Wärmer wird es oben nicht – schon gar nicht in der Nacht. Safety first!

Da es hier an der Bockhütte mittlerweile zuging wie am Stachus, machen wir uns weiter auf den Weg zur Laubhütte.

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Klassisch-bayerische Verpflegungsstation.

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Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, warum Geremy nicht normal aus dem Trog trinken kann.

Per Serpentinen-Tango zurück ins Jahr 2015

Von da an ging es unzählige, bösartige Serpentinen hoch, aber da hier keine fiesen Holzbalken in den Kurven lagen, ging das ausgesprochen gut. Hier und da lag zwar ein Baum über dem Weg, aber alles halb so wild. Noch 20, noch 19, noch 18 und schwupps waren wir oben angekommen.

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Wehmut machte sich breit. Wir haben nur noch einen kleinen Abschnitt und dann sind wir wieder am Campingplatz.

Das Kontroll-Buch bei der Lengfeldbahn suchten wir vergebens, denn es gab keinen Holzstapel, unter dem es hätte versteckt sein sollen, mehr. Plötzlich meinte Hanse, dass er das Buch hat und sagte was von „… 2016 werde ich auf Ebooks umsteigen“. Hanse klappt das Buch auf und die Seiten waren mit 2 Löchern gestanzt (weil zweite Kontrollstelle).

Sehr fein, wir haben doch tatsächlich das vermisste Buch vom Zugspitz-Dogtrekking 2015 gefunden! Da wird sich Bernd freuen. Also das Buch eingepackt und mitgenommen.

Ohne Umweg

Letztes Jahr habe ich mich ja grandios verlaufen, bzw einen größeren Umweg hingelegt, da ich den Einstieg zum Abstieg nicht gefunden habe, es war aber trotzdem sehr schön.

Achsoooo, ich hätte da nur gerade aus laufen müssen? “Alles klar!” dachte ich und klatschte mir mit der Hand auf die Stirn.

Wir ließen abwechselnd die Hunde frei laufen, solange uns keine Spaziergänger entgegen kamen.

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Trockene Schuhe werden vollkommen überbewertet.

Weil wir immer schnattern müssen

Später trafen dann noch auf Sylvia und Susanne. Was machen Weiber ,wenn sie sich treffen? Sie schnattern und schnattern und schnattern.

Hanse ging derweil voraus (es war klar, dass ich mich jetzt nicht mehr groß verlaufen kann) und ich schnatterte noch ein klein wenig. Nach etwa 15 Minuten beschloss Geremy, dass er nun auch weiter will und ob ich nicht mitbekommen habe, dass Hanse und IQ schon weit voraus sind.

Der Weg war nicht mehr so steil und so beschloss ich, ein Ründchen zu joggen. Dank meiner supergrippigen Schuhe ging das hervorragend! Hanse und IQ waren schnell eingeholt und dann mussten wir nur noch einen letzten, etwas steileren Weg hinunter.

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Geremy im Glück.

Körperklaus und Pausenclown

Dann waren wir wieder unterhalb der Klamm, wo bereits reges Treiben an einem Biergarten herrschte. Geremy sprang noch mal gepflegt in den Brunnen, was sämtliche Leute dazu veranlasste ihre Handys zu zücken, um sich an seinen Trink- und Badegewohnheiten zu erfreuen.

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Ein Köperklaus beim trinken.

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Er hatte Spaß, die Zuschauer auch.

Danke, nett war´s, tschüß und baba

Ich drehte mich noch mal wehmütig zur Klamm um und zog zum ersten mal meine Jacke aus, denn es wurde warm. Wir gingen rüber zum Campingplatz. Das GPS sagte was von 46km und über 2550 Höhenmetern, und wir antworteten: “Strike”!

Ich bin mega stolz auf die Hunde, die waren top fit, was bei einem 9jährigen und einem 7jährigen Hund nicht selbstverständlich ist. Mir wurde ein Radler gereicht – der perfekte Service!

Wir kommen wieder – keine Frage! Danke an alle, die das ZDT zu dem machen, was es ist und danke an Bernd, der immer so fleißig die Kontrollstellen, die Bücher auslegt. Gott sei Dank ist er doch nicht auf Ebooks umgestiegen.

Danke an Annick für das Sponsoring und und und. Zudem sind wir alle gespannt, ob das wohl berühmteste Bike der Region kommendes Jahr auch noch da steht.

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Warum steht da ein Bike? Die Frage, welche heute alle beschäftigt.


 

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By | 2016-10-25T20:07:54+00:00 31. Juli 2016|Berichte|0 Comments

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