Von der Altmühl zur Donau und wieder zurück: Der Urdonautalsteig.

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Ein schöner und gut 80 Kilometer langer Qualitätswanderweg

Der als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifizierte Urdonautalsteig hat die Form des Buchstaben “S” mit einem riesigen Geschwür unten dran.

Start ist in Dollnstein an der Altmühl. Von dort aus geht es 20 Kilometer lang auf horizontal und vertikal schwungvollen Bögen Richtung Süden zu einem einem Rundweg, welcher in etwa die Länge eines Marathons hat.

Dabei überquert man die Donau, läuft auf der anderen Uferseite durch sehr schöne Auenwälder und hügelige Landschaften, um anschließend wieder über den Fluss zu setzen und zum Ausgangspunkt der Rundreise zu gelangen.

Die letzten rund 20 Kilometer sind dann wieder identisch mit dem Start. Langeweile kommt deswegen aber garantiert nicht auf, denn der Zubringer ist quasi das Filetstück (für Fleischfresser), das Sahnehäubchen (für Vegetarier), der Chiapudding mit Mangocreme (für alle) des gesamten Urdonautalsteigs.

Der Urdonautalsteig kommt insgesamt laut meiner Messung auf etwa 82 Kilometer und 1900 Höhenmeter.

Einstieg in Dollnstein

Unweit des Bahnhofs geht es für mich, Kasimir (Terrier-Edelmix) und Melvin (albanischer Husky) los. Es ist 11 Uhr (Vormittag) und bis 11 Uhr (Nacht) wollen wir auch wieder zurück sein.

Auf einer wiesigen Fahrspur verlässt man Dollnstein in Richtung Süden.

Schon bald wird aus der Fahrspur ein kleiner Pfad.

Wir sind erst einen halben Kilometer unterwegs und schon sind die ersten hundert Höhenmeter abgehakt.

Trail de luxe.

Dann müssen wir uns von diesen schönen Hügeln erstmal verabschieden, es geht hinunter an einen kleinen See, über die Straße und auf der anderen Seite in den Wald.

Jetzt ist ein anderer Augenblick. Der Bachelor soll doch seine Rose selber essen.

Ich liebe diese vor Optimismus sprühenden Sprüche direkt am Wanderweg.

Es wird wärmer als wir es gewohnt sind. Es ist Anfang März und zum ersten Mal im Jahr bewegt sich das Thermometer über die 15-Grad-Grenze.

Wir schlängeln uns durch den Wald.

Diese hübschen Felsen wurden vor Urzeiten – daher auch der Name des Weges – von der Donau geformt.

Die ersten und die letzten 20 Kilometer sind die Höhenmeter-reichsten der Tour. Der Marathon dazwischen wird eher gemäßigt ausfallen.

Wir laufen auf einem Weg durch den Wald, welcher als “Schulweg” betitelt wird. Dann geht es hinunter nach Wellheim, quer durch den Ort und an der Kirche vorbei wieder nach oben in den Wald.

Dort kommen wir an der Reihenhaussiedlung des Todes vorbei. Hier scheinen sehr strenge Bauvorschriften zu herrschen.

Wir werden mit schönen Aussichten belohnt.

Solange mir niemand die GPS-Daten löscht ist alles okay.

It´s Schlaufen-Time

Hier beginnt die Schlaufe. Wir biegen nach Süden ab und werden einen Marathon später von Osten wieder kommen.

Trockenwiesen wo man geht und steht und läuft.

Diesen Wegweiser kann man weder übersehen noch entwenden.

Wir nähern uns auf sehr meditativen Wegen der Donau.

Majestätisch schlurft der Husky zum Schloss Bertoldsheim.

QR-Code?

Und da ist sie endlich, die begradigte und angestaute Donau.

Auf dieser Seite treffen wir sogar ab und zu auf andere Wanderer. Wir dachten schon, wir wären die einzigen Lebewesen auf diesem Planeten.

Auf der Kapelle am Weg steht “Bet ein kurz Gebet wenn du vorüber gehst. Wer weiß ob du nich morgen früh schon vor dem Richter stehst.”

Ich wüsste nicht, dass ich irgendeine Straftat begangen hätte, aber falls sich jemand von mir auf den Schlips getreten fühlt, möchte ich bitten, sich direkt mit mir in Verbindung zu setzen und die Sache außergerichtlich zu klären. Wir wollen doch nicht unnötig Anwälte füttern.

 

Waldarbeiter formten diesen wunderschönen Trail.

Selbst das Urdonautalsteig-Logo, unter Kennern liebevoll “Spermium” genannt, wurde hier flachgelegt.

Die letzte Ruine vor der erneuten Donau-Überquerung.

Sehr lobenswert: Unser Trail wurde abgeflattert, damit wir uns nicht verlaufen.

Gepflegte Langeweile am Spätnachmittag an der Donau.

Dieser schattige Tümpel ist noch mit Eis bedeckt. Die heutigen Tagestemperaturen kletterten auf bis zu 18 Grad. Es war ein anstrengender Tag, jetzt freue ich mich auf einen kühlen Lauf in die Nacht.

Peace.

Homerun

Es geht dahin mit der Sonne und wir erreichen auch das Ende der Runde. Bald können wir auf den bereits bekannten 20 Kilometern den Rückweg anschlurfen.

Abendstimmung im urdonautälschen Burgenland.

Es wird wieder angenehm kühl. Hier ein Selfie mit “Spermium”.

Gegen 23 Uhr können wir Dollnstein wieder von oben bestaunen. Knapp 2 Marathons und 2 Höhenkilometer liegen hinter uns.

Fazit

Nicht alles, was am Urdonautalsteig glänzt, ist Gold. In der Mischkalkulation ergibt er aber einen durchaus empfehlenswerten Wanderweg.

Für die Hunde gab es genügend Bäche, einen Fluss, Teiche und sonstige Wasseransammlungen.

Wir wünschen viel Spaß da draußen!

By |2018-09-12T23:07:11+00:00 13. März 2018|Aktuelles, Berichte|Kommentare deaktiviert für Von der Altmühl zur Donau und wieder zurück: Der Urdonautalsteig.